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Bautechnische Begriffe und Beschreibungen |
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soll auch Laien ermöglichen, den Wärmeschutz eines Gebäudes zu beurteilen. Er beschreibt, wieviel Heizwärme das Gebäude rechnerisch im Jahr benötigt. Der in ihm angegebene, sogenannte Jahresheizwärmebedarf wird pro Quadratmeter Wohnfläche angegeben. Der Wärmebedarfsausweis ist Käufern, Mietern und sonstigen Nutzungsberechtigten eines Gebäudes auf Anforderung zur Einsichtnahme zugänglich zu machen. Verhindern / Hemmen / Verlangsamen des Wärmeabflusses. Irrtümlich wird eine Wärmedämmung auch Wärmeisolierung genannt. Das ist irreführend. Feuchtigkeit lässt sich isolieren. Eine Weinflasche verliert auch nach mehreren Jahren nicht ihren Inhalt. Wärme lässt sich jedoch nur dämmen. Der warme Inhalt einer Thermosflasche ist nach einigen Tagen erkaltet. Wärmedämmung einer Hauswand - siehe Bauwissen mit Fachinformationen unter »massive Wände« Vorrichtung zur Rückgewinnung des Wärmeinhaltes der Luft. In der Praxis lassen sich heute mit modernen Anlagen bis etwa 80% der Lüftungswärme zurückgewinnen. Damit wird der Lüftungswärmebedarf gesenkt. Bei Niedrigenergiehäusern ist der Lüftungswärmebedarf höher als der Transmissionswärmebedarf. Schwachstellen an Außenwandbauteilen, die eine geringere Wärmedämmung aufweisen als die umgebenden Flächen und Bauteile. Es sind häufig auch unsauber vermauerte Wände mit dadurch entstandenen Schlitzen, Fugen und Mörtelflickwerk, die Wärmebrücken entstehen lassen, über die dann die teure Heizwärme schnell nach außen fließen kann! Wärmebrücken führen zu der Gefahr der Tauwasserbildung an der Innenseite der betreffenden Bauteile und im schlimmsten Fall zu Bauschäden, Schimmelbildungen, Rissen, Putzabplatzungen etc. Wärmebrücken lassen sich nur durch sorgfältige Planung und gewissenhafte Rohbau-Ausführung der Außenwände und aller Anschlussteile in der Aussenwand (wie z.B. Fensterrahmen, Türrahmen, Rolladenkästen, Rolladengurtführungen) von Anfang an vermeiden. In modernen Niedrig-Energie-Häusern sind Wärmebrücken der Feind des ganzen Dämmsystems und unbedingt zu vermeiden. Die neueste Energie-Einsparverordnung (EnEV - aktuellste Fassung gültig seit 1. Oktober 2009) schreibt hier genaue Regeln und Anweisungen vor, die unbedingt zu beachten sind! Siehe auch Link: Welche wichtigen Änderungen bringt die neue EnEV 2009? (Wärmedurchgangskoeffizient) Siehe auch: "U-Wert" eines Baustoffs oder Bauteils. Kehrwert der Wärmedurchgangszahl. Je größer dieser Widerstand, desto besser die Wärmedämmung, um so weniger Wärme geht verloren. Die wichtigsten Größen zur wärmetechnischen Beurteilung von Außenwänden sind die Wärmeleitzahl "Lambda" und der Wärmedurchgangskoeffizient, kurz "U-Wert". Lambda gibt an, welche Wärmemenge in Watt stündlich durch einen Quadratmeter einer 1 Meter dicken Baustoffschicht geleitet wird, wenn beide Oberflächen einen Temperaturunterschied von einem Grad Celsius aufweisen. Der U-Wert gibt an, wie groß die in Watt gemessene Wärmemenge ist, die durch einen Quadratmeter Wandfläche innerhalb einer Stunde tritt, wenn die Lufttemperatur zu beiden Seiten der Wand sich um ein Grad Celsius unterscheidet. Je niedriger dieser Wert ist, desto besser ist der Wärmeschutz. Eine Wärmepumpe nimmt Wärme niedriger Temperatur aus der Umwelt (Luft, Wasser oder Erdreich) auf und gibt sie mit höherer Temperatur ab. Sinnvoll bei steigenden Energiepreisen. Von der Wärmepumpe im Keller führen Rohre in das Erdreich außerhalb des Gebäudes, in denen je nach Heizungstyp - Wassergemische oder Luft zirkulieren und die die Wärme des Bodens aufnehmen. In der Pumpe wird diese Wärme gewonnen und mit Hilfe von Strom aus der Steckdose auf die benötigte Heiztemperatur für die Heizkörper erhöht. 75% der Energie, die für die Endwärme im Gebäude verwertet wird kommt aus der Erdwärme im Boden; nur 25% werden aus dem Strom generiert. Drei Viertel der Energie, die die Wärmpepumpe benötigt, stammen also aus der regenerativen Sonnenenergie, die im Boden gespeichert wird. Wärmepumpen sind heute in Häusern mit moderner Gebäudetechnik in Kombination mit Wohnraumlüftungsanlagen ausgezeichnet geeignet, fossile Heizenergie zu sparen und das Haus umweltgerecht zu erwärmen. Die Kosten solcher Anlagen amortisieren sich immer schneller mit den immens steigenden Energiepreisen für Öl und Gas. Beim hygienischen Wärmeschutz kommt dem Wandbaustoff die Aufgabe zu, überall eine gleichmäßige und ausreichend hohe Oberflächentemperatur zu gewährleisten für ein gesundes und hygienisches Wohnraumklima. Denn an kühleren Stellen, so genannten Wärmebrücken, schlägt sich Wasserdampf nieder, die Tapete wird feucht und krank-machender Schimmel bildet sich. Kritische Bereiche sind Fensterlaibungen, Rollladenkästen und die Anschlüsse der Decken. Ziegelhersteller und Porenbetonwerke halten für diese Details spezielle Ziegel-Bauteile bereit, die eine homogene und durchgehend warme Außenwand möglich machen. So werden Wärmebrücken reduziert und entschärft. Ein Haus ohne Schimmel ist die Grundlage für gesundes Wohnen. Bei der Wärmeschutzverglasung wird eine der Glasscheiben mit einer hauchdünnen unsichtbaren Silberschicht bedampft. Sie lässt die kurzwelligen Lichtstrahlen in den Wohnraum hinein und reflektiert die langwelligen Wärmestrahlen aus dem Wohnraum wieder nach innen. Wärme gelangt von außen hinein und kann nicht mehr entweichen. Wärmeschutzverglasung hat einen dreimal besseren Wärmeschutz als bisherige Isolierverglasungen. Ein wesentliches Element der Energiespar- und Klimaschutzpolitik in Deutschland ist die am 1. Februar 2002 in Kraft getretene Energieeinsparverordnung (EnEV), die mit der Neufassung vom 1.10.2007 an den verbesserten Stand der Technik angepasst wird. Die EnEV fasst die bisherigen Anforderungen der Wärmeschutzverordnung (WSVO) und der Heizungsanlagenverordnung zusammen und setzt neue Standards für die Energieeinsparung bei Neubauten: Der zulässige Energiebedarf der Gebäude soll um rund 30 Prozent gesenkt werden, womit der so genannte Niedrigenergiehaus-Standard zur Regel wird. |
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